Erste Förderbescheidübergabe aus Infrastruktur-Sondervermögen: Neue AKN-Haltestelle in Henstedt-Ulzburg geplant

Bild: (v.l.n.r.) stellv. Bürgermeisterin Claudia Meyer, Landtagsabgeordneter Ole Plambeck, kaufm. Geschäftsführerin der NAH.SH Birgit Austen, AKN-Geschäftsführer Matthias Meyer und Verkehrsstaatssekretärin Susanne Henckel

Henstedt-Ulzburg – Mit der Übergabe des ersten Förderbescheids aus dem Infrastruktur-Sondervermögen des Bundes für Schleswig-Holstein ist heute ein bedeutender Schritt für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs im Land gelungen. Am Bahnübergang Lindenstraße/Lohekamp in Henstedt-Ulzburg wurde der Zuwendungsbescheid für die Planung einer neuen AKN-Haltestelle übergeben.

Dazu erklärt der Landtagsabgeordnete Ole Plambeck (CDU):  
„Die heutige Förderbescheidübergabe ist ein starkes Signal für unsere Region. Mit der neuen AKN-Haltestelle §Henstedt-Ulzburg-West“ investieren wir gezielt in eine bessere Verkehrsanbindung und stärken gleichzeitig die Attraktivität Henstedt-Ulzburg für Wohnen und Gewerbe.“

Gemeinsam mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Claudia Meyer, Staatssekretärin Susanne Henckel aus dem Verkehrsministerium, Birgit Austen von der NAH.SH sowie AKN-Geschäftsführer Matthias Meyer wurde der Förderbescheid in Höhe von 213.965 Euro übergeben. Damit ist die Planung der neuen Haltestelle gesichert.

Die neue Station entsteht an der AKN-Linie A3 auf Höhe des Bahnübergangs Ecke Lindenstraße/Lohekamp und wird insbesondere ein dicht besiedeltes Wohngebiet sowie das nahegelegene Gewerbegebiet Nord besser anbinden. Die Gesamtinvestition für das Projekt beläuft sich auf rund 1,2 Millionen Euro, die vollständig aus dem schleswig-holsteinischen Anteil des Sondervermögens finanziert werden.

„Schleswig-Holstein erhält aus dem Sondervermögen des Bundes insgesamt 3,4 Milliarden Euro. Davon fließen mit 62,5% erhebliche Mittel in die Kommunen und 37,5% verwendet das Land für eigene Infrastrukturmaßnahmen. 550 Millionen Euro gehen in den Verkehrsbereich. Allein 200 Millionen Euro sind davon für den Bahnverkehr vorgesehen. Es ist wichtig, dass diese Mittel schnell und wirksam vor Ort eingesetzt werden – genau das zeigen wir hier in Henstedt-Ulzburg“, so Plambeck.

Die neue Haltestelle soll nach aktuellen Planungen bis 2028 in Betrieb gehen. Bereits im kommenden Jahr ist der Baubeginn vorgesehen. Ziel ist es, die Umsetzung deutlich zu beschleunigen, da Infrastrukturprojekte dieser Art üblicherweise mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Auch die stellvertretende Bürgermeisterin Claudia Meyer begrüßte das Projekt: „Mit der Haltestelle geht ein lang ersehnter Wunsch unserer Gemeinde in Erfüllung. Sie ist ein wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit Henstedt-Ulzburgs.“

Parallel dazu wird auch der Bahnhof Henstedt-Ulzburg weiter ausgebaut, um ihn auf die zukünftige S-Bahn-Linie S5 vorzubereiten. Die Elektrifizierung der Strecke sowie die Anpassung der Infrastruktur sind hierfür bereits in Planung.

„Die Menschen in Henstedt-Ulzburg nutzen den öffentlichen Nahverkehr intensiv. Mit der neuen Haltestelle schaffen wir ein zusätzliches attraktives Angebot für Pendlerinnen und Pendler sowie für den Wirtschaftsstandort vor Ort. Das ist moderne Mobilitätspolitik für Schleswig-Holstein“, betont Plambeck abschließend.