Soziale Medien sind eine der prägendsten Errungenschaften der Digitalisierung. Sie eröffnen Zugang zu Informationen, ermöglichen Teilhabe und Meinungsbildung. Gleichzeitig konzentrieren sie Macht, Aufmerksamkeit und Daten in den Händen weniger Konzerne und verändern Medien, Journalismus und gesellschaftliche Debatten grundlegend. Wer diese Realität nur feiert, verweigert sich der Verantwortung. Fortschritt war historisch nie nur Segen, sondern immer auch Herausforderung.
Deshalb stehen wir klar hinter Daniel Günther. Er hat ein reales Problem benannt und eine notwendige Debatte angestoßen, sachlich, pointiert und im Bewusstsein politischer Verantwortung. Dass seine Aussagen anschließend verkürzt und aus dem Kontext gerissen wurden, ist kein Beitrag zur Aufklärung, sondern zur Vernebelung.
Daniel Günther sagte bei Markus Lanz unter anderem:
„Ja. Sozialmedia darf bis 16-Jährigen nicht mehr zugänglich gemacht werden.“
Außerdem forderte er eine ernsthafte Diskussion über Qualitätsstandards im Journalismus und kritisierte, dass es digitale Medienangebote gebe, die „vollkommen faktenfrei“ arbeiteten.
Das ist kein Angriff auf die Meinungsfreiheit, sondern ein legitimer politischer Standpunkt zu Jugendschutz, Medienverantwortung und demokratischer Öffentlichkeit. Wer politische Führung fordert, muss auch akzeptieren, dass Führung unbequeme Fragen stellt.
Wir brauchen mehr Politiker, die den Mut haben, Probleme klar zu benennen, und weniger Empörung über Aussagen, die man lieber nicht hören möchte. Eine lebendige Demokratie lebt von offener Debatte, fairer Einordnung und intellektueller Redlichkeit.
Genau dafür steht Daniel Günther.